Landmark Or Historical Building

Burg Rabeneck

Waischenfeld, Burg Rabeneck, Rabeneck

Gesprochene Sprachen:

Besonders geeignet für:

Groups

Hoch über der Rabenecker Mühle im Wiesenttal zwischen Waischenfeld und Doos türmen sich auf wild zerklüfteten Dolomitfelsen die Mauern der Burg Rabeneck empor. Besonders kühn zeigt sich die Schlosskapelle auf überhängender Felszunge. Vermutlich wurde das Felsennest als Tochterburg von Rabenstein aus erbaut.

Beide Burgen haben den Raben - das Wappentier des Geschlechts - als Bestimmungswort und liegen nur drei Kilometer voneinander entfernt. Burgen, deren Namen auf "-eck" enden, sind jünger als die auf "-stein". Somit könnte Rabeneck in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden sein. Urkundlich erscheint der Geschlechtsname Rabeneck oder Rabenekke 1257. Die Herren von Rabeneck bildeten einen Zweig der Rabenstein. Wie bei Streitberg gewannen auch hier die Schlüsselberger Besitzanteile, die 1348 von den Erben an Bamberg verkauft wurden. Noch vor 1353 hatte aber der Bischof diese erworbenen Rechte an die Rabensteiner zurückveräußert.

1388 war die Burg im Besitze der Stiebar. Eine Öffnung des Sitzes an die Stadt Nürnberg führte zur Erstürmung durch Ulrich II. von Aufseß und Hans Stiebar. Um 1410 stifteten die Stiebar die Schlosskaplanei auf Rabeneck.

1525 brannten die aufrührerischen Bauern die Burg nieder; die Stiebar erhielten 1039 fl. als Entschädigung. Das wieder aufgeführte Bergschloss wurde 1530 und 1559 dem Hochstift Bamberg zu Lehen aufgetragen. Beide Hälften fielen dann 1577 und 1603 an die Herren von Rabenstein - die seit 1557 auch ihr altes Stammschloss Rabenstein zurück gewonnen hatten. Nach einer Lehensbeschreibung war Rabeneck indes schon sehr baufällig. Eine Instandsetzung hätte Unsummen verschlungen. So mussten die Erben Georg Werners von Rabenstein die Burg 1620 um 36000 fl. an Bamberg verpfänden. Die ausbezahlten Münzen der sog. Kipper- und Wipperzeit (1620-1623, Münzverschlechterung) besaßen jedoch geringen Wert, die Rabenstein waren die Betrogenen. Daher erhielt Johann Peter Albrecht von Rabenstein 1716 nach langwierigen Prozessen das Bergschloss mit allen Besitzungen zurück. Bamberg musste zudem noch einen Kredit von 20000 fl. gewähren. Denn in der zurückliegenden Zeit war der Verfall der Burg weiter fortgeschritten. Der gesamte Bau war sehr eingegangen. Nur die Hauptburg wurde von den Rabenstein wieder aufgebaut, die Vorburg hatte man aufgelassen.

Das Geschlecht der Rabensteiner erlosch am 19. Mai 1742. Peter Johann Albrecht, der Letzte seines Namens, wurde mit zerbrochenem Schild in der Familiengruft zu Kirchahorn beigesetzt. Noch im gleichen Jahr empfingen die Grafen von Schönborn Schloss und Rittergut Rabeneck sowie Kirchahorn und Weiher von Bamberg zu Lehen. Rabenstein dagegen war markgräflich - brandenburgisches Lehen.

In der Vorburg ist heute lediglich an der Südwestecke Mauerwerk sichtbar. Hier stehen die unterkellerten Ruinen eines Eckturmes mit anschließendem nordwärts gerichteten Kasemattenbau. Sie dienten ehedem der flankierenden Verteidigung des inneren Burggrabens. Ein Stich von Johann Poppel zeigt den Zustand der Vorburg mit vorgelagerter Bastei auf noch unbewaldetem Berge im Jahre 1829. Eine Sperrmauer verwehrte dem Gegner das Eindringen in den Graben.

Vermutlich befand sich hier eine Schlupfpforte, die den Abstieg zur Rabenecker Mühle freigab. Sonst sind von der Vorburg nur mehr stark überwachsene Schutthügel zu erkennen. Vor dem äußeren, heute fast völlig aufgefüllten Burggraben lag vor Jahrhunderten eine Schenkstatt, von der allerdings schon 1729 nur mehr Ruinen zu sehen waren.

Der zehn Meter breite und fünf Meter tiefe innere Graben ist größtenteils in Fels gehauen. Eine Bogenbrücke neueren Datums führt in ein quadratisches Torhaus. Es ist zur Innenseite offen, um ein Festsetzen eingedrungener Feinde zu verhindern. Zur Grabenverteidigung dienten zwei Schießkammern. Eine Gussöffnung über dem Tonnengewölbe der Toreinfahrt und erhaltene Führungssteine eines Fallgatters stammen noch aus dem Spätmittelalter.

Im 13. Jahrhundert führte der Zugang zur Hauptburg etwa neun Meter weiter südlich über den Graben. Das ursprüngliche Tor von 1,40 Meter Breite und der Ansatz eines Rundbogens waren lange im Mauerwerk noch deutlich zu erkennen. Seit einigen Jahren ist nun der alte Eingang vom Füllmauerwerk befreit. Der schmale Torgang ist in der 3,20 Meter starken Ostmauer noch erhalten.

Von dem unregelmäßigen Vorhof der Hauptburg gelangt man über Stufen durch ein spitzbogiges Tor zum höher gelegenen Burghof. Hier steht im Osten noch das dreigeschossige Wohngebäude mit Walmdach. Von einem westlich anschließenden, zweigeschossigen Gebäude mit Satteldach steht nur mehr die südliche Außenmauer. Klar erkennt man noch die Giebellinie an der Westseite des erhaltenen Wohngebäudes.

Das große, viergeschossige Gebäude mit Satteldach im Norden der Hauptburg diente nach den Fensterformen von Anfang an als Getreideschüttboden. Im Jahre 1570 wurden von den Künßberg, die nur kurzfristig bis 1577 diesen Burgteil besaßen, Wohnräume eingebaut. Die Zisterne am westlichen Rand des inneren Burghofes war früher (1827) überdacht. Die Lage einer weiteren Zisterne in der Vorburg ist leider nicht mehr zu ermitteln.

Nördlich der Hauptburg steht auf vorspringendem Felssporn die um 1410 von den Stiebar gestiftete Burgkapelle St. Bartholomäus mit schiefergedecktem Dachreiter. Sie ließ Peter Johann Albrecht von Rabenstein nach 1733 barock ausgestalten.

Die unvergleichlich malerische Lage dieses alten Felsennestes über dem engen Tal und dem schönem Fachwerkbau der Mühle begeisterte natürlich die Romantiker. Friedrich Geißler, Carl Kaeppel, Johann Poppel und Ludwig Richter vermitteln uns noch heute mit ihren Zeichnungen und Stichen den zauberhaften Reiz einer eben erst entdeckten Landschaft.

Öffnungszeiten

geschlossen


Montag geschlossen
Dienstag geschlossen
Mittwoch geschlossen
Donnerstag geschlossen
Freitag geschlossen
Samstag geschlossen
Sonntag 11:00 - 18:00

Auch an Feiertagen geöffnet!

Preisinfos

Preise

Erwachsene 2,50 € / Studenten 1,50 € / Schüler 1,00 € / Familien 2 Erwachsene plus Kinder 6,00 €

akzeptierte Zahlungsmittel:

Cash

Parken

Car-Parkplätze vorhanden

Bus-Parkplätze vorhanden

Anfahrt

Navigation starten:

Karte

Karte wird geladen...

Besuchen Sie uns auch auf:

www.burg-rabeneck.com

diese Seite teilen

Essen in der Nähe

ca. 0,6 km entfernt

Restaurant

Waischenfeld, Rabeneck 27, Rabeneck

Waldpension Rabeneck

ca. 2,8 km entfernt

Restaurant

Waischenfeld, Marktplatz 8

Hotel Zur Post

ca. 2,9 km entfernt

Brewery

Waischenfeld, Vorstadt 3

Brauerei Heckel

ca. 3,0 km entfernt

Restaurant

jetzt geöffnet (bis 22:00 Uhr)

Waischenfeld, Hauptstr. 4

Gasthaus Sonne

Franconian

ca. 3,1 km entfernt

Restaurant

geschlossen

Ahorntal, Rabenstein 33

Burg Rabenstein - Gutsschenke

Franconian, Gluten Free, Lactose free, Vegetarian, Regional

ca. 3,1 km entfernt

Cafe Or Coffee Shop | Restaurant

Waischenfeld, Harletzsteiner Weg 12

Gasthof & Landhotel Jöbstel

Franconian, Gluten Free, Lactose free, Regional

ca. 3,1 km entfernt

Restaurant

Wiesenttal, Kuchenmühle 21, Kuchenmühle

Landgasthof Kuchenmühle

Regional

ca. 3,6 km entfernt

Restaurant

Gößweinstein, Behringersmühle

Forsthaus Schweigelberg

Regional

ca. 3,6 km entfernt

Food Establishment

Wiesenttal, Engelhardsberg 42

Raststation Engelhardsberg

Biological

ca. 4,7 km entfernt

Food Establishment

Gößweinstein, Behringersmühler Str. 3

Biergarten Minigolfanlage

ca. 4,7 km entfernt

Restaurant

Gößweinstein, OT Behringersmühle 29

Hotel Landgasthof Frankenstern

Regional

ca. 4,8 km entfernt

Restaurant

Wiesenttal, Voigendorf 16, Voigendorf

Gasthaus Steinbrecher

Regional

ca. 4,8 km entfernt

Restaurant

Gößweinstein, Behringersmühle 8, Behringersmühle

Gasthof zur Behringersmühle

Regional

ca. 4,8 km entfernt

Brewery | Food Establishment

Waischenfeld, Nankendorf 41, Nankendorf

Brauerei Schroll

ca. 4,8 km entfernt

Brewery | Food Establishment

jetzt geöffnet (bis 20:00 Uhr)

Waischenfeld, Nankendorf 45

Gasthaus Polsterbräu

Unterkünfte in der Nähe

ca. 1,3 km entfernt

Holiday home

Waischenfeld, Saugendorf 2

1x FȚȚȚȚ|1x FȚȚȚ

Land- und Bauernhofurlaub

ca. 1,5 km entfernt

Holiday home

Waischenfeld, Heroldsberg-Tal 15

Haus Wiesenttal

ca. 3,1 km entfernt

Hotel | Inn

Waischenfeld, Harletzsteiner Weg 12

Landhotel Jöbstel

ca. 3,1 km entfernt

Holiday home

Waischenfeld, Hubenberg 30 a

Ferienhof Gold

ca. 3,2 km entfernt

Holiday home

Waischenfeld, OT Siegritzberg 28

FȚȚȚȚ

Panorama Ferienwohnung Thiem

Weitere Tipps in der Nähe

ca. 0,9 km entfernt

Bus company

Waischenfeld, Eichenbirkig 37, Eichenbirkig

Omnibus Lindner

ca. 1,0 km entfernt

Archery | Canoe rental

geschlossen

Waischenfeld, Doos 19, Doos

Kajak-Mietservice

ca. 1,3 km entfernt

Monument

Waischenfeld, OT Köttweinsdorf

Weiße Marter Köttweinsdorf

ca. 1,5 km entfernt

Event

Waischenfeld, Köttweinsdorf

Christbaumversteigerung der FFW Unterailsfeld

So., 26.12.2021

ca. 1,9 km entfernt

Waischenfeld, Pulvermühle 1

Pension Pulvermühle

ca. 2,1 km entfernt

Ahorntal, Oberailsfeld, Oberailsfeld

Beschluss der Ewigen Anbetung in Oberailsfeld

ca. 2,2 km entfernt

Ahorntal, Oberailsfeld, Oberailsfeld

Osterbrunnen in Oberailsfeld

ca. 2,2 km entfernt

Gößweinstein, Unterailsfeld, Unterailsfeld

Osterbrunnen in Unterailsfeld

ca. 2,2 km entfernt

Direct marketer

Gößweinstein, Unterailsfeld 28, Unterailsfeld

Jürgen Haas

ca. 2,2 km entfernt

Hiking trail

Ahorntal

Ahorntaler Brauereienweg

7:30 h 533 hm 533 hm 23,5 km difficult

ca. 2,4 km entfernt

Fishing

Waischenfeld, Hammermühle 2, Hammermühle

Fliegenfischerschule Kellermann

ca. 2,6 km entfernt

Riding

Gößweinstein, Moschendorf 11, Moschendorf

Gilligbauerhof

Das könnte Dir auch gefallen

Landmark Or Historical Building

Wonsees, Sanspareil 29, Sanspareil

Burg Zwernitz

Landmark Or Historical Building

geschlossen

Hollfeld, Schloss Wiesentfels, Wiesentfels

Schloss Wiesentfels

Landmark Or Historical Building | Restaurant

geschlossen

Thurnau, Marktplatz 1

Schloss Thurnau

Regional

Landmark Or Historical Building

geschlossen

Gößweinstein, Burgstraße 30

Burg Gößweinstein

Landmark Or Historical Building | Museum

Strullendorf, Zur Schleifmühle 4, Wernsdorf

Schloss Wernsdorf

Landmark Or Historical Building | Museum | Park

geschlossen

Eckersdorf, Bayreuther Str. 2

Schloss Fantaisie mit Gartenkunst-Museum & Schlosspark

Landmark Or Historical Building | Museum

geschlossen

Heiligenstadt, Greifenstein 2a, Greifenstein

Schloss Greifenstein

Landmark Or Historical Building

geschlossen

Ahorntal, Rabenstein 33, Rabenstein

Burg Rabenstein

Landmark Or Historical Building | Park

jetzt geöffnet (bis 23:45 Uhr)

Wonsees, Sanspareil 34, Sanspareil

Felsengarten in Sanspareil & Morgenländischer Bau

Landmark Or Historical Building | Museum

Hirschaid, Pfarrer-Hopfenmüller-Str. 7, Sassenfahrt

Museum Tropfhaus Sassanfahrt

Landmark Or Historical Building | Museum | Park

geschlossen

Memmelsdorf, Schloss Seehof 1

Schloss Seehof

Landmark Or Historical Building | Viewpoint

jetzt geöffnet (bis 23:45 Uhr)

Wiesenttal, Burgruine Neideck

Burgruine Neideck

Landmark Or Historical Building | Museum | Nature information

geschlossen

Muggendorf, Bahnhof

Naturpark-Infozentrum

Scheßlitz, Hauptstr. 34

Touristinformation Scheßlitz

Museum

geschlossen

Forchheim, Paradeplatz 2

Braunauer Heimatmuseum

Tourist Information Center

Betzenstein, Hauptstr. 44, 91282 Betzenstein

Touristinformation Betzenstein

Museum

Forchheim, Wiesentstr. 51

Feuerwehrmuseum

Distillery

Eggolsheim, Feuersteinstr. 55, Drosendorf

Brennerei Landgasthof Zehner

Distillery

Leutenbach, Mittelehrenbach 34, Mittelehrenbach

Edelbrände Dahlmann-Schmidt

Church

Buttenheim, Hauptstraße 24

St. Bartholomäus

Landmark Or Historical Building

Ebermannstadt, Am Kirchenwehr und Mühlenstraße

Oberes und Unteres Scheunenviertel

Museum

geschlossen

Neudrossenfeld, Marktplatz 2a

Lindenbaummuseum

Museum

Bubenreuth, Betzenweg 2

Heimatmuseum Bubenreuth

Museum

Effeltrich, Forchheimer Straße 1

Museum für dörfliche Kultur